Mario Manser

Der messerschmied

Die hohe Kunst des Messerschmiedens geht bis in die Bronzezeit zurück. 

Heute praktiziert der gebürtige Appenzeller Mario Manser diese Kunst in Reinkultur. Er hat sich die notwendigen Kompetenzen als Autodidakt 

angeeignet. Unzählige, schweisstreibende Stunden hat er für die Realisierung seiner inneren Vision investiert. Viel Geduld, Opferbereitschaft und Ausdauer wurden von ihm gefordert, bis er seine erste, in Perfektion selbst hergestellte Klinge in den Händen halten durfte. Selbstverständlich ist Mario von Hephaistos (dem griechischen Gott des Feuers und der Metallkünstler) mit nahezu 

göttlicher metallurgischer Begabung gesegnet worden. Er fertigt nicht irgendwelche Messer an, mitnichten. Er schmiedet die edelsten und 

seltensten. Es sind Messer aus Damaszenerstahl. 

Als ich an einem Freitagmorgen Mario in seiner Werkstatt besuche, führt er mir vor, wie er den langwierigen Arbeitsgang, hin zur perfekt 

ausbalancierten und in höchster Schmiedekunst gefertigten Klinge, beginnt. 

Er beschwört mit aller Willenskraft den Feuergott, denn er braucht die enorme Hitze, um den Stahl mit festem, wohl kalibrierten Druck in die Länge zu schmieden. In voller Konzentration, mit 

enormer Geschicklichkeit und traumwandlerischer Sicherheit bearbeitet der Schmied seinen Stahl. Kein Fehler ist geduldet, denn der Feuergott beobachtet seinen Adepten aufmerksam. 

Erhitzen, spalten, erhitzen, falten, erhitzen, 

...immer und immer wieder, immer dünner, 

immer schärfer. Einzig die Erfahrung des Schmiedes lässt ihn den exakten Zeitpunkt erkennen, in welchem die Klinge nach den Regeln der höchsten Schmiedekunst vollendet ist. Eine solche 

vollendete Klinge strahlt etwas Mystisches und Magisches aus. 

Hephaistos ist stolz auf Mario Manser. 

Die Klinge spaltet ein Menschenhaar.



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Bildband HANDwerk

HANDwerk – Ein Wort zusammengesetzt aus Hand und Werk. Was wäre ein Werk ohne die Hände ? Oder eine Hand ohne Werk? Diesen Fragen ist der Fotograf Thomas Biasotto in seiner eigenen Art und Weise Nachgegangen. Während Monaten begleitete Biasotto 14 Kunst-Handwerker aus dem Appenzellerland, portraitierte die Gesichter und setzte mit seiner Messsucherkamera für Ihn das zentrale immer wieder in den Fokus; Die Hand und das Werk. Entstanden ist eine Sammlung an grossartigen Photographien und Portraits sowie Kurzgeschichten über seine Gefühle, Wahrnehmungen und Erlebnissen die der „Heimwehappenzeller“ Thomas Biasotto während dieser spannenden und eindrücklichen Zeit erlebt hat. 

CHF 79.00

  • 2.5 kg
  • verfügbar
  • ab 28. September 2019 erhältlich1

mit freundlicher unterstützung von


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